Alpe Adria Radweg – persönlicher Erfahrungsbericht – Gastbeitrag

Juli 7, 2012 | In: Alpe Adria Radweg

Das ist ein Gastbeitrag von Monika und Reinhard. Die beiden sind den Alpe Adria Radweg gefahren und berichten hier darüber:

Hallo,sind seit Montag 25.wieder da. Der Alpe Adria Radweg war bis jetzt der schönste Radweg den ich geradelt bin.Wir sind am 17.06 in Laufen 20 km vor Salzburg gestartet. An der Salzach entlang vorbei an der Burg bis St Johann in Pongau. ( 89 km ). Zimmersuche kein Problem.

Am 2 Tag sind wir ca. 90 km über Schwarzach – Gasteinertal – Tauernschleuse bis Möllbrück gefahren. Bei diesen Abschnitt sind zwei Steigungen zu überwinden vor allem Bad Gastein war sehr anstrengend. ( z.T. bis 15% Steigung )
Zimmersuche wiederum kein Problem.

Am 3 Tag ging es von Möllbrück entlang der Drau über Spittal – Villach – Arnoldstein – Tarvisio ( Beginn des Ciclovía Alpe Adria Radweg ) nach Camporosso ( 90 km )
Zimmer B & B Al Séntiero sehr zu empfehlen.

Tag 4: Von Camporosso bis nach Buja ca.105 km
Herrlicher Bahntrassenradweg bis Piatratagliata.
Danach fast keine Beschilderung mehr. Wir mussten sehr viel anhalten und immer wieder im Biklineführer lesen oder fragen wo es entlang geht.

Tag 5: Von Buja über Udine – Palmanova – Grado ( 96 km )

Bis Palmanova wiederum keine Beschilderung und natürlich wieder viel lesen und fragen
speziell durch Udine. Ab Palmanova wieder super Radweg und mit sehr guter Beschilderung.

Fazit: Traumhaftschöne Landschaft mit zum Teil super Radwegen

Rückreise: Von Grado – Udine – Villach mit dem Bus. Radmitnahme begrenzt möglich.Mehr wie 2 Fahrräder geht nicht. Vorderrad abmontieren sonst bringt man sie nicht in den Bus rein. Von Villach mit dem Zug über Salzburg nach Passau.

VG Monika und Reinhart

38 Kommentare zu Alpe Adria Radweg – persönlicher Erfahrungsbericht – Gastbeitrag

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Tina Mosser - Hotel Mosser Villach

Juli 15th, 2012 at 07:42

Wir haben einen Tipp: Für den RÜCKTRANSFER bis nach Villach (teilweise auch bis Salzburg) gibt es die Möglichkeit sich bei Fun Activ Tours anzumelden! Die Fahren mit Kleinbus und Radanhänger für genügend Räder! mind. 1x / Woche von Grado&Triest bis zu uns nach Villach. Von uns sind es dann nur noch 50m zum Hauptbahnhof wo mind. alle 2 Stunden ein Zug nach Salzburg fährt! Sehr oft fährt der Transferbus dann bis Salzburg weiter!

Einfach anrufen und fragen ob noch Plätze frei sind: Tel 0039 0474 771210 Bürozeiten beachten! Oder per Email: office@funactive.info

Wir wünschen allen Radlern noch einen schönen Sommer!

Im Hotel Mosser Villach sind Radler immer willkommen!

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Hannes

August 6th, 2012 at 19:24

Hallo,

kurze Frage bezüglich der Rückreise, gibt es im 21. Jahrhundert keine Züge in Italien die z.B. bis Villach fahren?

Gruß
Hannes

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Verkehrsrot

August 28th, 2012 at 21:16

Doch! es fahren täglich zwei Interreggio zwischen Udine und Villach. Lok mit 3 Wagen. Mit Radbeförderung.

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Rainer

August 29th, 2012 at 10:45

Danke für die Info

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Luggi

Juni 3rd, 2013 at 22:18

Wir (meine Lebensgefährtin und ich) sind Mitte Mai 2013 den Alpe-Adria-Radweg geradelt.
Start in Salzburg – Ende jedoch in Venedig (aufgrund der besseren Abreisemöglichkeit).
Insgesamt waren wir 9 Tage unterwegs, wobei ein kompletter Tag (in Venedig) nicht geradelt wurde. Gesamtstrecke knapp über 600km.

Anreise von Nürnberg nach Salzburg mit dem Regionalexpress und Bayern-Ticket.
Rückreise von Venedig nach München mit dem Nachtzug, Abfahrt: 20:57 Uhr.
Von München nach Nürnberg ging es wieder mit dem Regionalexpress.
Der Nachtzug war die ideale Entscheidung – am Pfingstmontag morgen waren wir wieder ausgeschlafen zu Hause. Auch hatten wir ein gesamtes Abteil für uns alleine.

Bis auf einen Tag war das Wetter bestens. Auch die Streckenführung ist sehr gut – wobei es natürlich auf einer Strecke von über 400km durch die Alpen und Norditalien noch ein paar örtliche Optimierungsmöglichkeiten gibt. Auch auf einige Baustellen und Streckensperrungen sind wir unterwegs gestoßen. Etwas mühsam war es jedoch nur bei der Einfahrt nach Udine. Hier mussten wir über eine stark befahrene Straße ausweichen. In Norditalien waren außerdem ein paar wenige Wege aufgrund von Hochwasser gesperrt.

Wir hatten den Bikeline-Radführer dabei. Auch ein GPS-Gerät mit dem Track von der Alpe-Adria-Website war im Einsatz. Allein mit der Wegweisung unterwegs hätten wir einige Probleme gehabt. Die drei Wegweisungen (Bikeline, GPS-Track, Beschilderung vor Ort) haben sich vor allem in Italien gelegentlich unterschieden.

Radler haben wir unterwegs wenige getroffen. Nur zwei Gruppen mit jeweils 4 Radlern sind uns regelmäßig begegnet. Womit wir jedoch nicht gerechnet hatten: der Giro d‘ Italia hat uns ab Tarvisio verfolgt. Trotz des Rummels und dem Medien-Echo haben wir immer ein Doppelzimmer gefunden. Wären wir einen Tag später gestartet, hätte es jedoch eng werden können. Also, bei Euren Planungen unbedingt den Giro d# Italia berücksichtigen ;-).

Wir werden den Alpe-Adria-Radweg sicher in einigen Jahren wieder radeln – vielleicht mit kleinen Modifikationen.

Eventuell laden wir noch ein paar Bildchen auf die Facebook-Seite.

Euch allen viel Spass beim Radeln

Luggi mit Mädel

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Rainer

Juni 3rd, 2013 at 23:14

Servus Luggi. Danke für den tollen Erfahrungsbericht.

Gruss
Rainer

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Ruleo

Juli 17th, 2013 at 16:03

Bin den Radweg von Salzburg nach Grado und dann weiter nach Treviso im Juli 2013 in 7 Tagen gefahren. Wunderbare Strecke, in Italien wenig Beschilderung. Ich bin in A-Schwarzach in den Zug gestiegen (EC, Reservierung für Rad erforderlich) und bis Mallnitz gefahren, da ich das Gasteiner Tal schon kannte und auch nicht zur Tauernschleuse Böckstein hinauffahren wollte. Von Mallnitz nach Obervellach war wenig Verkehr, so dass ich auf der Bundesstraße hinabgefahren bin, einmaliges Erlebnis. In I-Tarvisio habe ich den Abzweig nicht gefunden und bin auf der Staatsstraße, die einen breiten Randstreifen hat, gefahren, bis der Radweg wieder auftauchte. Jetzt geht es die alte Bahnstrecke mit vielen Tunnels und einmaligen Ausblicken hinunter. Die Baustelle bei Chiusaforte und Dogna gibt es immer noch. Da es Sonntag war, waren keine Arbeiter da und ich bin mit Italienern dann durchgefahren, es war durchgehendes Schotterbett vorhanden. Gute Beschreibung bei http://www.bahntrassenradwege.de/index.php?page=pontebbana-radweg. Venzone ist sehr schön, bin dann nach Gemona hinaufgefahren und dort übernachtet, Dom ist sehr sehenswert.
Habe in Udine einen Abstecher nach Cividale (15km) gemacht, da es dort auch viel zu sehen gibt. Der Weg geht vor und nach Udine häufig auf Seitenbögen rechts und links der Hauptstraße. Ich bin öfter auch die Hauptstraße gefahren, da diese einen breiten Seitenstreifen hat. Palmanova und besonders Aquilea sind sehenswert. Die Radstrecke über den Damm nach Grado ist fertig.
Von Udine fährt morgens und abends ein Zug nach Villach, der Räder mitnimmt. Man muss aber darauf hinweisen, dass über den Tauerntunnel von Villach/Spittal Richtung Bad Gastein nur Fernverkehrszüge fahren, die wenig Radplätze haben und reservierungspflichtig sind. Nach Mallnitz hinaufschieben ist schweißtreibend. Man sitzt also in Villach leicht in der Falle. Von Spittal kommt man aber mit Regionalzügen ziemlich gut ins Pustertal und dann nach Franzensfeste, dann Richtung Brenner wieder weiter.
Ich bin aber von Grado nach Treviso(130km) in der Nähe von Venedig gefahren, da ich diese schöne Stadt mal sehen wollte. Von Cervignano aus erst mal mit den Regionalzug nach Portogruaro(30km), von dort gibt es eine Strecke im Radatlas Venetien von Esterbauer nach Treviso, an der Küste entlang. Leider sind dort aber auch die kleinen Straßen in der Saison ganz schön befahren, es gibt aber auch einige Radwege.
In Treviso bin ich dann in den Nachtzug Venedig-München gestiegen, der viele Radplätze hat (im voraus reserviert). Der fährt auch über Udine(nicht über den Brenner). so dass man von dort auch einsteigen könnte.

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Johann Günther

Mai 19th, 2014 at 13:52

Gibt es eine Radkarte, ein Kartenbuch für die Strecke Wien – venedig?

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Gabriele

August 7th, 2014 at 11:44

Auch wir (eine Gruppe von 4 Paaren) sind gerade vom Alpe-Adria-Trip zurückgekommen. Trotz Regens ist die Tour traumhaft schön. Beeindruckt waren wir von den ganz frisch angelegten Radwegen in Italien. Einziger Wermutstropfen für uns: auf dem Weg von Gemona (Abstecher) bis Osoppo haben wir irgendwo, wahrscheinlich im holprigen Wald, eine Canonkamera verloren. Sollte der Riesenzufall eintreffen und jemand hat sie gefunden oder weiß etwas davon, alleine über die Speicherkarte mit unseren Fotos würden wir uns sehr freuen.

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Rainer

August 7th, 2014 at 13:24

Hallo Gabriele,
ich hoffe ihr bekommt die Kamera wieder.

LG
Rainer

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Fritz Fruth

Februar 8th, 2015 at 22:21

Danke für diese sehr aufschlussreichen Berichte – ich werde diese Tour Tarvis-Udine-Grado auch machen, so habt Ihr mich motiviert!
Eine Frage: Habt Ihr eine Empfehlung, wo man sein Auto in Tarvis sicher zurücklassen kann?
Liebe Radlergrüsse aus Baden bei Wien! Fritz

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Christl

März 13th, 2015 at 10:51

Hallo meine Lieben!
Tolle Berichte danke dafür, wir würde gerne heuer im Sommer den Radweg bis nach Grado angehen. Meine Frage ist, ob es im August vl zu heiß sein könnte? Was meint ihr? Wir starten aber schon von Villach weg also wird die Reise nicht gaaanz so lang 😉 Danke und liebe Grüße Christl

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Rainer

März 13th, 2015 at 11:11

Hallo Christl,

im August kann es leicht über 30 Grad warm werden und die Sonne brennt erbarmungslos auf die Köpfe.

Wenn es möglich ist würde ich die Tour früher oder später planen.
Ansonsten die Sonnencreme, ausreichend zu trinken und genügend Pausen nicht vergessen.

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Christl

März 13th, 2015 at 16:15

Vielen lieben dank! Würde Anfang Juli besser passen ?
Bin Lehrerin und kann leide nur in den Ferien!

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Rainer

März 13th, 2015 at 16:52

Ja. Die Pfingstferien oder Ende Sommerferien (Ende August/Anfang September) würde ich selber bevorzugen.

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Albert

März 22nd, 2015 at 14:13

Vorab vielen Dank für die informativen Berichte. Wir werden Anfang Mai den Alpe Adria Radweg fahren. Meine Frage: Wir wollen am 14.5. 2015 zurück nach München fahren. Welches sind die besten Rücktransportmöglickeiten/ Verbindungen mit Bahn oder Bus?
Danke für die Unterstützung

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Gabriele

April 16th, 2015 at 18:14

hat jemand Erfahrung mit dem Rücktransport per Zug von Udine nach Villach. Können die Räder sicher mitgenommen werden?

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Hugo Eichholzer

April 18th, 2015 at 14:21

Hallo Gabriele!

MICOTRA (Ital.Privatbahn+Oebb) fährt um 17 Uhr 17 in Udine ab, in Villach gegen 19 Uhr!

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Berdt

April 26th, 2015 at 21:30

Hat jemand Erfahrung mit campen auf den Radweg? Wie schaut’s aus mit den Campingplätze? Glaubt ihr, dass im juni (Anfang) wäre es OK im Zelt zu schlaffen?

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Rainer

April 26th, 2015 at 21:35

Mit Campingplätzen habe ich zwar keine Erfahrung, aber vom Wetter her ist es Anfang Juni kein Problem. Isomatte und Schlafsack vorausgesetzt.

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Carsten

April 27th, 2015 at 13:11

Kann jemand etwas über die Kosten für den Rücktransport sagen ? Wir sind eine 4-köpfige Familie. Bisher habe ich nur die Kosten mit Kleinbus für Euro 135,00 pro Person, was uns definitiv zu viel ist.

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Renate

Mai 13th, 2015 at 21:27

Hallo, wir wollen im Juni in Rosenheim starten und nach venedig fahren. Ab palmanova oder aquileia wollen wir die route nach grado verlassen und Richtung punta sabbioni fahren um dann mit dem Schiff nach venedig zu fahren. Kennt jemand eine gute Route auf Fahrradwegen oder ruhigeren Straßen ? Einen Zwischenstopp möchten wir noch in caorle machen. Kennt jemand eine günstige, zentrale unterkunft in salzburg, sind die unterkünfte vom bikeline führer in der Kategorie II in salzburg ok ? Danke schon mal für eure Unterstützung 🙂

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Martin

Juli 27th, 2015 at 15:46

Hallo, wir sind den Alpe Adria Radweg vor 2 Wochen bei 35 ° Hitze gefahren. Die Strecke war traumhaft schön und wir haben jeden Fluss zur Abfrischung genutzt. Mein Tip:
Udine umfahren, da man im Zickzack unnötig durch die Stadt geschleust wird.
Jetzt gibt es eine Superbusverbindung Grado – Udine für die Rückreise. Der Bus hat einen extra Fahrradanhänger und der Preis ist ebenfalls sehr günstig.
Von Udine gings dann bequem nach hause mit dem Nachtzug.

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martin

Juli 28th, 2015 at 20:10

Tip für die Rückreise:
Bus mit extra Fahradanhänger von Grado nach Udine
Fährt einmal täglich zu einem sehr günstigen Tarif

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elli

Juli 31st, 2015 at 12:54

Hallo Martin, wir wollen ab 17.8. die Strecke ab Salzburg fahren……..die Rücksreise macht mir noch Kopfzerbrechen….wie heißt denn die Superbusverbindung von Grado nach Udine und habt ihr den Nachtzug vorher gebucht ? Wir wissen nämlich das ganaue Rückreisedatum noch nicht !

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Martin

Juli 31st, 2015 at 17:48

Hallo Elli, den Nachzug haben wir vorher gebucht, das ist ratsam, auch speziell wegen der Fahrradreservierung. Für die Busverbindung erkundigst du dich am besten in Grado am Busbahnhof gleich bei euerer Ankunft, dann kannst du evtl. auch gleich reservieren.
In Grado kann ich das Hotel „Bellavista“ sehr empfehlen. Der Chef hier hat
für uns sogar die Reservierung für die Busfahrt nach Udine gemacht.
Wir sind an einem Freitag spätnachmittag in Salzburg gestartet und an diesem Tag noch ca. 30 km bis Golling gefahren.
Für den daruffolgenden Mittwoch haben wir den Nachtzug reserviert, wobei wir am Dienstag nachmittag schon in Grado waren.
Ich wünsche euch viel Spass und gutes Wetter

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elli

August 3rd, 2015 at 14:07

Hallo Martin, vielen Dank für die Info’s……….jetzt muss ich nur noch über die „Steigungen“ kommen ;-))

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Regina

September 6th, 2015 at 14:01

Hallo, möchte noch einmal auf die Frage mit dem Campingplätzen zurückkommen:
Gibt es auf der Radstrecke Campingplätze zum Übernachten?

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Wolf

September 15th, 2015 at 18:38

Der Fahrradbus Grado-Udine fährt (auch zum Leidwesen des Gastgewerbes) nur bis zum 30.8.15. Wir mussten deshalb bis Cervignano radeln und mit dem Zug bis Udine. Die Räder mit Gepäck in den Zug zu hieven erfordert einige Kraft …

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Jana

Januar 18th, 2016 at 22:20

Hallo.
Ich habe geplant, den A.A.Radweg zu Ostern zu fahren. Dieses Jahr ist Ostern schon sehr früh. Ende März. Kann man den Weg auch so früh schon problemlos befahren? Ist von euch schon mal jemand um diese Jahreszeit gefahren?
Liebe Grüße….

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Klaus

März 25th, 2016 at 13:23

Hallo Radfahrer,

wir wollen heuer im Juli von Salzburg nach Grado starten.
Meine Frage? Braucht man für die Strecke Mountainbike-Reifen oder kann man auch etwas schnellere verwenden??
Freue mich auf einen fachlichen Rat
Klaus

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Ute

April 19th, 2016 at 22:42

wir wollen von Venedig weiter nach Riva del Garde, hat da jemand Erfahrungen?

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fritz fruth

September 8th, 2016 at 12:00

Martin. Danke für den Bushinweis. Das ist sehr hilfreich.
Ich starte „meine“ Tour am 18.09.2016 in Tarvis bis Grado.
Kannst Du bitte noch sagen, wo exakt man diesen Bus in Grado findet?
Vielen Dank!

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Werner Ruck

Oktober 1st, 2016 at 02:44

Mit meinem Bericht möchte ich vor allem die Älteren von Euch ermutigen diese Tour zu machen. Meine Frau und ich sind am 2.9.2016 in Saaldorf – Surheim, ca. 15 KM vor dem Beginn der Ciclovia Alpe-Adria auf dem Mozartplatz in Salzburg, gestartet. Wir haben im Gasthof Neuwirt in Saaldorf – Surheim übernachtet und es war kein Problem unser Auto auf dem Parkplatz für 14 Tage zu parken. Ich bin 79 Jahre alt, zwar ganz gut trainiert aber gewiss kein Übermensch. Mein Fahrrad ist ein normales Tourenrad, kein E-Bike. Die Strecke bis Hallein ist flach. Dann beginnen die ersten Hügel, bis man zum Pass Lueg kommt. Das ist die erste Herausforderung, vor allem die Tunnelum-
fahrung. Der nächste Anstieg zur Burg Werfen ist auch ganz ordentlich. Wir sind am ersten Tag bis Schwarzach gefahren, ca. 90 Km. Am 2.Tag ging es hinter Schwarzach beim Anstieg zum Speicherbecken richtig zur Sache, mindestens 15 % Steigung. Ich musste das erste Mal schieben. Auf der ganzen Tour habe ich 300 – 400 m geschoben. Dann geht es in stetem auf und ab bis zum Tunnel. Der Tunnel ist kein Problem, es gibt einen getrennten Radweg, aber es ist sehr laut. Danach beginnt das Gasteiner Tal, bis vor Bad Gastein mäßige Steigungen. Dann kommt der Anstieg nach Bad Gastein, der ist richtig fies. Hier musste ich wieder einige Meter schieben. An der Wasserfallbrücke ist das Schlimmste überstanden. Bis Böckstein gibt es zwar auch noch einige Steigungen, aber das ist alles gut fahrbar. Hinter der Brücke sollte man ein Richtungsschild aufstellen. Man muss dem Verlauf der Straße folgen und links hoch zum Bahnhof abbiegen und an diesem vorbei fahren.
Die Züge zwischen Böckstein und Mallnitz fahren stündlich ( 1 Person + Fahrrad kostet 5,-€ ).
Ab Mallnitz beginnt das Genussradeln. Wir sind noch bis Mühldorf gefahren, ca. 66 KM.
Der 3. Tag war gemütlich bis Neuhaus a.d. Gail, ca. 77 KM, alles flach.
Am 4.Tag kommen bis zur Grenze moderate Steigungen. Nach der Grenze gibt es ein paar kurze sehr giftige Anstiege. Dann kommt der eigentliche Hammer der ganzen Tour. Der Radweg verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse. Bis einige KM hinter Tarvisio steigt der Weg leicht an ( 2 – 3 %
Steigung ), dann geht es über viele KM sanft bergab, alles auf breitem Radweg mit hervorragendem
Asphalt. Man passiert viele Tunnels und hat die schönsten Aussichten auf die Berge und die übrige Landschaft. Für mich war das die schönste Radtour die ich je gemacht habe. Im ehemaligen Bahnhof von Chiusaforte gab es die erste Proseccopause. In Resiutta endet der Radweg, aber man ist schon dabei die Trasse weiter auszubauen. Wir haben in Moggio Udinese übernachtet, ca. 74 KM. Jetzt würde ich bis Venzone fahren, das ist der schönere Ort und es sind nur noch 10 KM. Die muss man zwar auf der S.S. 13 ohne Radweg fahren, aber es gibt einen Seitenstreifen auf dem man
ziemlich unbehelligt vom Verkehr fahren kann.
Am 5. Tag über Venzone ( unbedingt Cappuccinopause ). Ab Venzone ist der Radweg verlegt, man
bleibt auf der linken Flussseite und fährt wieder auf der Bahntrasse bis kurz vor Gemona dort haben
wir uns etwas verfahren es fehlt ein Schild. Man muss weiter Richtung Gemona fahren, sich dann rechts halten und die Hauptstraße überqueren und auf den Fluss zu fahren. Man findet dann wieder Wegweiser. Gastein und hier waren die einzigen Stellen wo wir etwas unsicher waren. Sonst ist die gesamte Tour sehr gut beschildert, auch die Einfahrt nach Udine.Bis Udine ca. 70 KM. In Udine Hotel Friuli DZ, Ü/F 75,- € gut.
Am 6. Tag bis Grado ca. 65 KM. Auf jeden Fall in Palmanova Cappuccinopause machen.
In Grado ist eine Tour um die Lagune ca. 40 KM sehr zu empfehlen.
Von Grado fährt ein Bus mit Radtransport nach Udine. Man ist dann sehr früh in Udine. Der Zug von Udine nach Villach fährt einmal morgens und um 17.22 Uhr. Wir hatten uns deshalb entschlossen auf der kürzesten Strecke mit dem Rad nach Udine zu fahren und zwar bis hinter Palmanova auf dem Alpe – Adria und dann auf ruhigen Straßen über Tissano – Risano – Luminacco
Udine, ca. 50 KM, hat sehr gut geklappt.
Die Fahrkarten für den Zug muss man im Zug kaufen ( 2 Personen + 2 Räder kosten 20,- € )
Die Räder werden in einen gesonderten Wagon verladen. Wenn man nicht bis Villach Hauptbahnhof
fahren will, muss man das beim Verladen ansagen.
Wenn man das Hotel zum Goldenen Lamm in Villach für 88,- € bekommt ist es günstig. Achtung die Preise wechseln täglich, rechtzeitig anrufen.

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Rainer

Oktober 1st, 2016 at 09:07

Danke Werner, super Reisebericht. Da macht es echt Lust gleich aufs Radl zu steigen.

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Peter

März 10th, 2017 at 14:29

Hallo Werner,
Mit großem Interesse habe ich Deinen Bericht gelesen. Besonders die Etappe von Venzone nach Udine und Grado. Sind selber im August 2016 von Tarvisio nach Venzone gefahren. Wir waren sehr begeistert von dieser Tour, so dass wir uns nun entschlossen haben im kommenden Sommer von Tarvisio bis nach Grado zu fahren. Da wir mit GPS-Navigation fahren wollen, interessiert mich besonders der Radweg von Venzone nach Udine. In dem Gps-Track führt der Weg bereits in Venzone über den Fluss auf die rechte Flusseite. Ist Dein beschriebener Weg neu?
Wir möchten am 1.Tag bis nach Palmanova fahren, dort übernachten und am nächsten Tag nach Grado. Zuück nach Udine mit dem öffentlichen Bus mit Fahrradanhänger.
Wie lange hast Du gebraucht von Venzone nach Udine?
ÜberAntwortent würde ich mich sehr freuen.

Gruss

Peter

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Peter

März 16th, 2017 at 22:30

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Werner Ruck

August 13th, 2017 at 18:41

Hallo Peter,

von Venzone bis Udine sind es 60 KM. Wir waren mit Pausen ca. 6 Std. unterwegs. Der ausgeschilderte Weg führt wieder auf einer Bahntrasse an der linken Seite des Flusses entlang.
Bis kurz vor Gemona. Hier muss man aufpassen, es fehlt ein Schild. Ich verweise auf die Beschreibung in meinem 1. Bericht. Wenn man sich in Flussnähe hält findet man den Weg wieder. Der Rest bis Udine ist gut ausgeschildert. Um nicht den ganzen Tag in Udine zu verbringen, hatten wir uns entschlossen mit dem Rad von Grado nach Udine zurück zu fahren. Das sind auf dem kürzesten Weg 50 KM. Bis Palmanova wie auf dem Hinweg und dann die Orte die ich in meinem Bericht angegeben habe in das GPS-Gerät eingeben und Du fährst auf ruhigen Straßen nach Udine.

Gruß, Werner

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